Freitag, 12. Juni 2015

[Gedicht] Mein zerbrochener Himmel

Mein zerbrochener Himmel liegt dir zu Füßen.
Heruntergeregnet von den Wolken.
Meine einst vergoldeten Hoffnungen sind matt geworden,
glänzen nicht mehr.
Die Schmetterlinge haben aufgehört zu singen.
Und würden sie jemals wieder beginnen, so würden ihre Töne
traurig klingen, ohne Freude in ihren Stimmen.
Die Wolken schmecken nicht mehr so süß.
Bitter liegen sie mir auf der Zunge.
Bitter geworden vom Scherben regnen.
Und während ich die Wolken schmecke, höre ich,
wie die Schmetterlinge beginnen zu weinen.
Tropfen.
Tropfen.
Fensterscheibe voll damit.
Ungezählt.
Unberührt.
Vollkommen.

Ich musste heute an so vieles denken. Denken, denken, denken. Manchmal wünschte ich, ich könnte mein Gehirn abschalten - einen "Pause"-Knopf drücken. Einfach mal nicht denken. Einen einzigen Tag! Aber genau das Denken macht uns Menschen doch aus, oder!? Wenn wir nicht denken könnten, was wären wir dann? Emotionslos? Wären wir dann noch menschlich? Könnten wir dann existieren? Das Leben ist doch darauf aufgebaut - wir müssen denken um unser Wissen zu erweitern - um irgendwann erfolgreich zu sein, oder?! Tausend Fragen, immer mehr Gedanken.

Ich bin heute bei einem Gedanken hängengeblieben der mich schon lange nicht mehr beschäftigt hat. Ich wollte einfach nicht mehr daran denken, habe es in unzählige kleine Schachteln gepackt und ganz tief in mir versteckt. Aber heute war einer dieser Tage wo mich die Schachteln ärgern wollten, meinen Kopf durcheinander machen wollten - und mein Herz gleich mit.

Ich habe mir wirklich den Kopf zerbrochen. Bin aber dennoch nicht weiter gekommen, kein Stück. Genau wie vor so vielen Wochen, wo ich diese Gedanken eingepackt und wegesperrt hatte. Jedenfalls ist dabei dieses Gedicht dabei entstanden.




  
 

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